LIVE-BLOG: Alle Corona-Hilfen vom Staat für Pferdebetriebe in Not

04.04.2020

100% staatlicher Zuschuss für Unternehmenberatung

Bislang wurden Beratungskosten für Pferdebetriebe durch Unternehmen wie der Horse Consult Service von der BAfA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)  mit mindestens 50% Zuschuss gefördert.

Im Rahmen einer neuen Richtlinie für von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen wurde jetzt zunächst bis zum 31.Dezember 2020 ein neues Modul aufgesetzt. 

So ist es ab sofort möglich, dass die Beratung für alle Betriebe, die von der Corona-Krise betroffen sind, zu 100% gefördert wird (bis zu einer Höhe von 4.000,-- €). Einzig die MwSt der Rechnung trägt der Betrieb. Der Zuschuss wird auch direkt der Unternehmensberatung gutgeschrieben, so dass die Unternehmen nicht in Vorlage gehen müssen und es sich damit um eine Vollfinanzierung handelt.

Eine Beratung durch die Horse Consult Service im üblichen Rahmen ist für betroffene Unternehmen daher in diesem Jahr de facto kostenfrei! 

Nutzen Sie diese Möglichkeit und kontaktieren Sie uns, wenn Ihr Betrieb durch die Krise in Schieflage gekommen ist und Sie Hilfe und eine Beratung benötigen, um die jetzt schwierige Zeit zu überstehen oder Sie zum Beispiel für die Bank oder andere Stellen einen Business-/Liquiditätsplan benötigen uvm.

 

29.03.2020

NEU aus Anlaß der Corona-Krise:

„Sofort“- Business- und Liquiditätspläne für Ihren (KfW)Kredit

Viele Pferdebetriebe sind jetzt auf Kredite angewiesen, um die Umsatzeinbrüche zu kompensieren. Am einfachsten geht das aktuell mit KfW-Krediten, für die im Rahmen der Corona-Hilfe sogar ein Sonderprogramm aufgelegt wurde. Da dieser Kredit über die Hausbank beantragt werden muss, kommt es in den meisten Fällen dazu, dass die Hausbank dennoch ein Betriebskonzept mit Business- und Liquiditätsplan von Ihnen verlangt, das als Grundlage für die Entscheidung herangezogen wird.

Hier können wir Ihnen mit unserem Know-How und unserer Erfahrung weiterhelfen!

Im Normalfall legen wir hierfür einen Zeitrahmen von ca 3 Wochen fest, kombiniert mit einem Vor-Ort-Termin und einigen Gesprächen. Da viele Betriebe derzeit möglichst schnell die Auszahlung der Kredite benötigt, wollen wir Ihnen hier helfen. Wir werden versuchen, dass Sie diese Pläne innerhalb von 7 bis maximal 10 Tagen in der Hand halten, um sie der Bank vorzulegen. Da die Terminierung der Vor-Ort-Termine alleine schon meist Tage ins Land gehen lässt, können wir das durch einen „digitalen Rundgang“ ersetzen, bei dem Sie uns z.B. die örtlichen Gegebenheiten durch einen WhatsApp-Videoanruf zeigen. Auch die persönlichen Gespräche und Beratungen lassen sich mit einer Videokonferenz per WhatsApp oder Skype erledigen.

Um ganz sicher zu gehen, können wir Ihnen gerne auch anbieten, Sie bei dem dann entscheidenden Bank-Gespräch zu begleiten.

Wichtig: Unsere Kosten werden durch die BAfA mit mindestens 50% Fördergeldern direkt für Sie subventioniert!

27.03.2020

WICHTIG: Versicherungsschutz bei Schließung des Pferdebetriebs durch Corona?

In diesem Artikel geht es NICHT um Erstattungen, wenn Ihr Betrieb unter Quarantäne steht, sondern um Schadensersatz durch Ihre Versicherung. 

Hier geht es schlicht und einfach um Ihre Betriebsversicherung. Weitestgehend beinhalten die Betriebsversicherungen von Pferdebetrieben eine Betriebsschließungs-Versicherung, oftmals auch eine Betriebsunterbrechungs- oder Ertragsausfallversicherung. Fragen Sie nun bei Ihrer Versicherung nach, können Sie davon ausgehen, dass Sie als Antwort erhalten, dass für diese Situation kein Versicherungsschutz besteht. 

So einfach ist das aber nicht........

Natürlich sind auch die Versicherungskonzerne erstmal sich selbst am nächsten, aber etwas zu behaupten heißt noch lange nicht, dass der Gesetzgeber das genau so sieht. Und genau das wird wohl in absehbarer Zeit geprüft werden. Die ersten Klagen werden aktuell von Fachanwälten vorbereitet. Grundsätzlich wird man jeden Betrieb einzeln für sich bewerten müssen, aber wenn die ersten Musterklagen vor Gericht gewonnen werden, sind die Türen doch recht weit offen für die anderen.

Was bedeutet das für Ihren Pferdebetrieb? Es kann bedeuten, dass -wenn die Gerichte der Argumentation der Anwälte folgen- Versicherungen im Rahmen zumindest der Betriebsschließungs-Versicherung in der Regel für den Ausfall von 30 - 60 Tagen haften müßen. 

Auch wenn der Ausgang der Prozeße noch offen ist, so wollen Sie sicher im Fall der Fälle auch Ihre Ansprüche geltend machen.

Dafür ist es hilfreich und wichtig, wenn Sie Ihren Schaden DIREKT Ihrer Versicherung melden. Mit höchst anzunehmender Wahrscheinlichkeit wird Ihnen mitgeteilt werden, dass kein Versicherungsschutz besteht. ABER dann haben Sie erstmal alles richtig gemacht und den Schaden gemeldet und können im Fall der Fälle sich später darauf berufen. Nichts wäre jetzt ärgerlicher, als dass der Fall eintritt und Sie keine Ansprüche mehr geltend machen können, da Fristen oder ähnliches abgelaufen sind.

Wie melden Sie den Schaden?

Schreiben Sie Ihre Versicherung an und melden Sie einen Versicherungsfall und bitten Sie um Auszahlung. Weisen Sie darauf hin, dass Ihr Betrieb durch Anordnung des Bundes bzw der Landesregierung geschlossen wurde. Beziffern Sie Ihren Umsatzverlust. Verweisen Sie in dem Schreiben darauf, dass die behördliche Anordnung auf §§ 28; 32 IfSG wegen dem Corona-Virus SARS-CoV2 basiert, der durch die CoronaVMeldeV bereits als Krankheit und Erreger in §§ 6;7 Infektionsschutzgesetz aufgenommen wurde. Bitten Sie zuletzt um Stellungnahme und setzen Sie hierfür eine ausreichende Frist. Reichen Sie dazu diverse vorliegende Anlagen bei.

Zuletzt 2 Links, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen. Hier geht es vorrangig nicht um Pferdebetriebe, in der Sache unterscheiden Sie sich aber nicht:

Wenn die Assekuranz trotz Betriebsschließungsversicherung nicht zahlen will: 

https://blog.wiwo.de/management/2020/03/25/top-versicherungsanwalt-mark-wilhelm-hilft-tatkraeftig-gastronomen-und-einzelhaendlern-in-der-corona-pandemie-wenn-die-assekuranz-trotz-betriebsschliessungsversicherung-nicht-zahlen-will/

Versicherungsschutz wegen Betriebsschließung durch Corona:

https://mobil.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/versicherungsschutz-bei-betriebsschliessung-wegen-corona-138334.php?vc=rss_artikel

26.03.2020

Link zu den Corona-Zuschüssen für alle Bundesländer und ein Erlebnisbericht

Corona-Zuschüsse zur Soforthilfe

Die Sofort-Zuschüsse sollen in den nächsten Tagen -spätestens Anfang nächster Woche- abrufbar sein. 

Da dies über die Bundesländer verteilt wird, müssen Sie den Antrag in Ihrem Bundesland stellen.

Unter folgendem Link finden Sie die jeweiligen Seiten:

https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/coronavirus/wo-kann-ich-soforthilfe-beantragen--20040

Erlebnisbericht

Folgende email erreichte uns. Wir in anderen Blogbeiträgen schon berichtet, trifft es die Reitbetriebe am meisten, die auf Schulbetrieb bzw Reiterferien abgestellt haben. Hier ein Bericht eines großen Betriebes, dessen größtes Standbein der Schulunterricht ist. Tragischerweise führen die Betreiber parallel dazu noch ein Touristik-Unternehmen, das natürlich ebenso voll betroffen ist:

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Hallo,

[...] Nun kommt gerade ein anderes Problem auf uns zu, welches ich auch auf ihrer Seite nachlesen konnte. Was ist mit den Betrieben, die Schulpferde bereit halten? Wo gibt es eine Lobby für diese Unternehmen? Der sogenannte Rettungsschirm hat noch nicht viel Entlastung gebracht, wir sind gespannt auf die Ergebnisse von morgen. Mich beschäftigen grad 2 Fragen:

1. Ich bin im Tourismus tätig. Mir sind sämtliche touristischen Übernachtungen und Gastronomie untersagt. Dasselbe gilt für Reitstunden. Sämtlicher Unterricht ist verboten. In meinem Augen kommt das einer Betriebsschließung gleich. Es wird aber nicht so formuliert und daher habe ich keinen Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz oder bei meiner Versicherung bezüglich der Betriebsaufsfallversicherung. Gibt es Möglichkeiten, hier doch noch irgend eine Haftung zu generieren.

2. Touristische Vereinigungen in Brandenburg wie auch die DEHOGA setzen sich stark für die Interessen ihrer Betriebe ein und versuchen den Umsatzverlust bei den Ministerien deutlich zu machen. Ich vermisse eine entsprechende Lobby bei den Pferdebetrieben. Mir scheint es hier, daß ausgefallene Turniere und Veranstaltungen höhrere Priorität haben, als die Umsatzverluste der Betriebe, speziell der Schulpferdebetriebe und Reiterhöfe. Wer setzt sich für uns ein? Wo wird das thematisiert? Ich habe gestern eine entsprechende mail an die FN, den VFD und die Geschäftsstelle des IPZV geschickt. Was kann ich hier noch tun, um auf uns aufmerksam zu machen, damit nicht am Ende die Schulpferde beim Schlachter landen. Schulpferdebetriebe und Vereine sind die Basis dafür, daß die Pensionsbetriebe ihre Kunden bekommen und letztendlich Turniere stattfinden. Denn über die Schulpferdebetriebe kommen die meisten Leute zum eigenen Pferd.

Anders als andere Firmen, die ihren Laden zu machen, Miete und Versicherung bezahlen und nach Corona wieder öffnen, haben wir Schulpferdebesitzer das Problem, daß unsere Pferde weiterhin Kosten produzieren.

Haben sie hierzu eine Idee?

Viele Grüße und Dank im Voraus

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Dies zeigt deutlich, dass Betriebe mit dieser Ausrichtung größte Probleme haben. Natürlich trifft es auch massenhaft andere Branchen, aber hier kommt noch ein größerer Nachteil hinzu: während bei allen die Einnahmen wegfallen, müssen die Reitbetriebe den Betrieb an sich mit der Versorgung der Pferde aufrecht erhalten, so dass sie den Betrieb nicht so schließen können, dass sie keine oder nur noch geringe laufende Kosten haben. Die laufenden Kosten laufen daher in nahezu unveränderter Höhe weiter.

Wir möchten alle Leser unserer Beiträge fragen, welche betriebsinternen Möglichkeiten sie in ihren Betrieben nutzen. Wir freuen uns über jeden Beitrag, der vielleicht wiederum anderen helfen kann.

24.03.2020

Unsere Meinung zum Umgang mit dem Kontaktverbot im Stall und Kommentar zum Praxisleitfaden des Berufsreiterverbandes 

Unsere Meinung zum Kontaktverbot, dem Stall und dem Pferd

Die meisten Fragen, die außerhalb von wirtschaftlichen Corona-Hilfen an uns herangetragen werden, drehen sich um die Frage, wer wann, wie oft und warum in den Stall darf.

Viel wird derzeit dazu geschrieben, aber Sie werden dabei feststellen, daß sich irgendwie keiner so richtig festlegt, was geht und was nicht geht. Das liegt daran, daß es in einem großen Bereich auch Ermessenssache ist und es damit Spielraum für Interpretationen gibt. Das schafft Ihnen die Möglichkeit, kreativ zu sein und Konstrukte zu erschaffen, mit dem Ziel, Schlupflöcher zu finden. Vergessen Sie dabei aber bitte auch nicht, daß diesen Ermessensspielraum auch die Ordnungsämter haben und die sitzen am längeren Hebel.

Am Ende muß man es doch solidarisch sehen. Warum gibt es diese Regeln? Wir denken, daß wir das nicht begründen müssen, denn es gibt ja kein anderes Thema mehr. Zudem halten wir selbst es für völlig richtig, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung zu verlangsamen. Da stehen wir Reiter genau so in der Pflicht wie jeder andere. Also sollten wir vielleicht versuchen, eine gesunde Balance zwischen "ich muss aber ja auch Geld verdienen" und "wir müssen alles gegen eine Weiterverbreitung des Virus tun" zu finden.

Sehen wir uns ein paar Punkte an, die definitiv und klar geregelt sind, und dennoch Interpretationsraum lassen:

  • Natürlich alle Hygienemaßnahmen, die bekannt und möglich sind.
  • Grundsätzlich sind alle Reitanlagen genau so geschlossen wie alle Sport- und Freizeitanlagen in Deutschland. Eine Argumentation, das sei ja Landwirtschaft, ist wenig hilfreich.
  • Nicht mehr als 2 Personen in einer Gruppe (Ausnahme Hausstand usw.) und 1.5m - 2m Abstand zun anderen.
  • Die Grundversorgung der Pferde muß gewährleistet werden. Dazu gehört neben Fütterung, misten usw. ebenso auch die sach- und artgerechte Bewegung. 
  • Die Pferdebewegung auf dem Reitplatz/in der Reitbahn bedarf einer fachkundigen Aufsicht, die die Sicherheit gewährt.

Dazu gibt es zahlreiche weitere Punkte. Wir verweisen und empfehlen hierzu klar auf die Seite der FN, die sich umfassend mit dem Thema befasst und die Seite auch den dynamischen Entwicklungen anpasst: https://www.pferd-aktuell.de/coronavirus

Dürfen jetzt auf der Anlage nur noch 2 Einsteller gleichzeitig sein? Müssen alle Notfalldokumente der FN angefertigt werden? Darf es Unterricht geben? Darf sogar Schulunterricht erteilt werden? uvm.

Wir empfehlen hier einfach zu den Fragen, die Interpretationsspielraum besitzen, immer zu hinterfragen, ob es im Sinne der Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Virus ist oder nicht.

So sehen wir z.B. individuellen Reitunterricht eines Reitlehrers vor Ort an einem Einsteller, der sein Pferd reitet, in Maßen als unproblematisch. Macht er das 10mal am Tag, wird es schon komplizierter. Noch komplizierter werden Gruppenstunden und kaum noch argumentieren lassen sich Gruppenstunden an auswärtige Reiter (Schulunterricht). Zum dem Thema gibt es auch einen hervorragenden Artikel des renommierten Pferderechtsanwalt Dr. Dietrich Plewa: https://reiterjournal.com/de/aktuelles/corona/rechtsfragen-beantwortet-von-dr.-dietrich-plewa.html

Wir sehen es nicht als zwingend, dass nicht mehr als 2 Einstaller auf der Anlage sein dürfen. Auf großen Anlagen sowieso nicht umsetzbar. Eine grobe Verteilung über den Tag, wo dann jeder darauf achtet, alle Hygienemaßnahmen einzuhalten, mit nicht mehr als 1 anderen Person zusammen zu stehen (oder am Besten gar nicht), zu allen den Mindestabstand einzuhalten und einzusehen, daß man nicht seine Freizeit, sondern wirklich nur die für das Pferd notwendige Zeit dort verbringt, dürfte der Idee des Kontaktverbots und der Seuchenbkämpfung sicher gerecht werden.

Beantwortet man alle Fragen zu dem Thema unter Berücksichtigung aller Argumente, mit Vernunft und immer mit der Motivation, die Krise zu bewältigen, dürfte man auch zu jeder Frage selbst die richtige Antwort erhalten.

Der Geschäftsführer eines Landesverbandes  fasste es gestern in einem Telefongespräch mit mir sehr passend zusammen (sinngemäß): "Wir Reiter sind aktuell alle privilegiert. Während die Fußballer, Handballer, Golfspieler usw. aktuell ihrem Hobby nicht mehr nachkommen können, sind wir fast die einzige Gruppe, der dies noch möglich ist. Dieses Privileg sollten wir nicht leichtfertig durch falsches Handeln verspielen. Ob wir weiter die Freizügigkeiten in diesen wenig freizügigen Zeiten haben werden, entscheiden wir selbst durch unser Handeln".

Kommentar zum Praxisleitfaden des Berufsreiterverbandes 

Auf den Seiten des Berufsreiterverbandes findet sich ein Praxisleitfaden, der auch als Rundmail an alle Mitglieder des Verbandes versandt wurde und damit an einen Großteil der Berufsreiter. Wir begrüßen dies sehr, da aktuell nichts wichtiger ist, als alle umfassend zu informieren und den Personen und Betrieben soviel Unterstützung wie möglich an die Hand zu geben.

Eben deshalb betrachten wir es auch als emminent, dass die Informationen und Tips dann auch vollständig, korrekt und zielführend sind. Betrachten Sie nachfolgende Ausführungen daher nicht als Kritik an dem Leitfaden des Berufsreiterverbandes, sondern bestenfalls als Ergänzung bzw Klarstellung.

Zuschüsse

Der Leitfaden schreibt zu möglichen Zuschüssen, daß es hier Programme in Bayern und Baden-Württemberg gibt, von anderen Bundesländern und vom Bund sei außer von Verhandlungen nichts bekannt. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, daß es schon länger auch vergleichbare Programme mit Zuschüssen in weiteren Bundesländern wie Brandenburg usw gibt! Seit gestern (parallel zum Erscheinen des Leitfadens) wurde dann dazu das Programm des Bundes für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen vorgestellt. Der exakte Gesetzestext dazu ist noch nicht bekannt. Dieses Gesetz soll Mittwoch im Bundestag und Freitag im Bundesrat beschlossen werden.

WICHTIG: Aktuell raten wir zu etwas Geduld bei der Beantragung der Zuschüsse von einem Bundesland. In den uns bekannten Antragsformularen wie z.B. dem aus Bayern hat man zu versichern, dass man kein anderes Förderprogramm in Anspruch genommen hat. Geplant ist wie oben erwähnt, daß die Zuschüsse vom Bund Freitag zum Gesetz werden. Hier sollen für Kleinstunternehmer bis zu 9.000,-- € einmalige Förderung möglich sein. Es wäre mehr als ärgerlich, wenn man den Anspruch darauf verliert, weil man sich vielleicht in Bayern schon 5.000,-- € geholt hat! 

KfW übernimmt Kreditrisiko

Der Leitfaden informiert "Hier sind im Augenblick die Erwartungen der Betriebe nicht mit den Anforderungen der Banken deckungsgleich. Kreditanträge werden zurzeit wie “normale“ Kreditanträge geprüft.".

Hier müssen wir feststellen, daß wir andere Informationen vorliegen haben. Die KfW hat extra für Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, Sonderprogramme aufgesetzt, die nicht nur beste Konditionen bieten sondern u.a. übernimmt die KfW darüber hinaus den größten Teil des Kreditausfallrisikos! Dies ist ein gravierender Unterscheid zu einem "normalen" Kreditantrag und die Hausbanken, die uns bekannt sind, setzen das auch exakt so um, wie die Idee und Motivation dahinter aussieht.

Wenn Sie aktuell einen Kredit benötigen, lassen Sie sich von der Beurteilung des Berufsreiterverbandes nicht abschrecken. Das Gegenteil ist der Fall: es ist aktuell in Deutschland wohl so einfach wie noch nie, über die KfW-Bank Kredite zu erhalten. Diese KfW-Kredite müssen Sie über Ihre Hausbank beantragen.

Alle Informationen hierzu finden Sie hier: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Unsere Homepage: www.horse-consult-service.de

23.03.2020

Gute Nachrichten in schwierigen Zeiten

Heute ist ein Tag, der bislang in Anbetracht der aktuellen Situation tatsächlich eher positive Nachrichten produziert hat.

-> Weniger Neu-Erkrankungen

Das Deutsche Robert Koch - Institut meldet erstmals ein Abflachen der Kurve der Neu-Erkrankten. Hoffentlich keine Momentaufnahme, sondern eine Entwicklung!

-> Zuschüsse für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen

In der eben gelaufenen Pressekonferenz stellte Wirtschaftsminister Peter Altmaier das Hilfsprogramm für Selbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Angestellten vor. Dies dürfte überwiegend die Betriebsform fast aller Pferdebetriebe sein.

Angekündigt wurden für die nächsten 3 Monate eine Einmalzahlung in Höhe von 9.000,-- € für Unternehmen mit bis zu 5 Angestellten und 15.000,--€ für Unternehmen mit bis zu 10 Angestellten, wenn diese einen Liquiditäts-Engpaß haben. Diese einmaligen Zuschüsse sollen möglichst schnell beantragt und zur Verfügung gestellt werden können. Zu den genauen Anforderungen, die erfüllt werden müssen wie auch weitere Details liegen aktuell noch keine Informationen vor. Wir werden diese nachreichen, sobald sie erhältlich sind. Peter Altmaier betonte, dass diese Zuschüsse helfen sollen, Miet- und Pachtkosten zu bezahlen. Wir hoffen, dass diese Zuschüsse nicht zweckgebunden nur dafür sein werden.

-> Betriebsinterne Ideen zur Abfederung der Corona-Krise

Wie sehr ein Pferdebetrieb von der aktuellen Krise betroffen ist, hängt natürlich stark von seiner Unternehmensstruktur ab. Betriebe, die vor allem auf Pension und/oder Ausbildung der Pferde abgestellt haben, dürften am wenigsten davon betroffen sein, während Betriebe mit überwiegend Schulbetrieb oder gar Ferienkindern voll davon erwischt werden, ebenso wie z.B. sogenannte "mobile Reitlehrer". Bei letzteren laufen nahezu alle Kosten weiter, während die Einnahmen einbrechen oder gar gänzlich ausbleiben.

Wir haben uns Gedanken gemacht, was man in den besonders betroffenen Betrieben selbst betriebsintern unternehmen kann, um möglichst viel Schaden abzuwenden.

1. Auf den geänderten Betriebsablauf reagieren und für Weiteres vorbereitet sein

- Erarbeiten Sie feste Arbeitspläne für mindestens 12 Wochen. Bauen Sie nach Möglichkeit Überstunden und Urlaube der Mitarbeiter ab.  Darüber hinaus können Sie Evtl. unbezahlten Urlaub anbieten oder an Kurzarbeit denken.

- Erstellen Sie einen sogenannten BCM-Plan (Business Continuity Management-Plan):

  • Bilden Sie nach Möglichkeit Teams, die unabhängig voneinander arbeiten und sich vertreten können. Alle aktuellen Anordnungen und Präventionsmaßnahmen sind dabei penibel zu beachten. Jeder sollte im Krankheitsfall ersetzbar sein. Erstellen Sie möglichst genaue Pläne und Aufgabenbeschreibungen. JETZT!
  • Seien Sie dabei transparent und appellieren an den Teamgeist. Kommunizieren Sie Zukunftspläne, damit es Hoffnung für die Zeit nach der Krise gibt! 
  • Seien Sie auf eine Quarantäne vorbereitet und beantworten im Vorfeld Fragen wie z.B.  "wer springt im Fall der Fälle ein?" oder  "was kostet das?"

- Stellen Sie betriebliche Kennzahlen auf den Prüfstand. Untersuchen Sie, wo die Hauptkostenfaktoren liegen und wie Sie diese akut und evtl. sogar nachhaltig senken können?  Suchen Sie aktuell nach Einsparpotenzial.  Streichen Sie alle nicht notwendigen Ausgaben.

- Verhandeln Sie ggfs. bereits getätigte Aufträge nach, Verschieben Sie ggfs. Liefertermine bzw. sprechen Sie mit Lieferanten über längere Zahlungsziele. Gibt es alternative Lieferanten, die nun kulanter sind?

- Fahren Sie evtl. auf „Betriebsurlaubsmodus“  um damit Kosten zu sparen. Denken Sie über arbeitszeit- und arbeitskraftsparende Haltungsformen/Vereinfachungen nach. Sehen Sie, ob sich Arbeitsabläufe vereinfachen lassen. WICHTIG; die Versorgung der Tiere  und auch die Arbeitssicherheit müssen immer gewährleistet sein, aber evtl. kann z.B. über Mechanisierung in manchen Bereichen oder Vereinfachung durch z.B. Matratzenstreu, vorgezogene Weidesaison etc. nachgedacht werden.

- Behalten Sie das Timing und vor allem die aktuelle Entwicklung im Auge. Wann müssen Sie Ihre Pferde wieder fit haben um sie evtl. stärker einsetzten zu können?

- Stellen Sie die Auslastung der Ponys /Pferde auf den Prüfstand. Gibt es Pferde von denen sich der Betrieb trennen kann? Benötigen Sie evtl. sogar noch mehr Pferde/Ponys, um nach der Krise durchzustarten? 

- Ist es möglich Pferde/Ponys an Reitschüler abzugeben und diese fortan als Einsteller zu haben? Z.B. mit reduzierten Einstellgebühren bei zur Verfügungstellung für Reitunterricht, Vermittlung von Reitbeteiligungen, Beritt etc.

- Nutzen Sie ggfs. frei gewordene Arbeitszeit um Arbeiten vorziehen. Z.B.  Arbeiten, die immer zu kurz kamen wie z.B. Grundsatzfragen zur Betriebsorganisation des Betriebes und wie kann nach der Krise effizienter weitergearbeitet werden? Gibt es Einkommensalternativen? Kann ich meinen Betrieb auf „krisenstabile“ Betriebszweige umstellen/erweitern?

2. Kundenansprache / Kundenbindung

  • Das Gute in der aktuellen Situation ist, dass alle mehr oder weniger im selben Boot sitzen.
  • Appellieren Sie an Ihre Kunden/ die Eltern Ihrer Reitschüler.  Stellen Sie klar, dass Sie weitermachen wollen, aber hierfür Unterstützung brauchen. Machen Sie transparent, für wie viele Tiere Sie zu sorgen haben und das laufend hohe Kosten zu tragen sind.
  • Bieten Sie Alternativen zu ausgefallenen Reitstunden. Evtl. können Reitstunden in den Ferien, an Feiertagen, schulfreien Tagen oder an Wochenenden nachgeholt werden oder die geplanten Reitstunden verlängert/erweitert werden. Denkbar ist auch, dass sich die aktuellen Reitgruppen nun auf Theorieunterricht/Reitabzeichenvorbereitung konzentrieren und hierfür mit Online-Tools/Schulungssystemen arbeiten. Das fördert den Zusammenhalt, motiviert und ist bestimmt eine willkommene Abwechslung in der schulfreien Zeit.
  • Denken Sie auch über „pferdeschonende“ Alternativen nach, um die Ponys/Pferde in der „Nachholzeit“ nicht zu überlasten. Denkbar sind z.B. Angebote, bei denen das Reiten nicht im Vordergrund steht. Informieren Sie auf Ihrer Website, um unnötige Anrufe /Anfragen zu vermeiden und Kapazitäten zu binden. Unbedingt empfohlen wird auch die direkte Ansprache in einer Info-email, evtl. sogar in einem Newsletter. Stellen Sie klar, dass kein Corona-Tourismus gewünscht ist! Viele Betriebe haben aktuell damit zu kämpfen, Familien, die nur einmal vorbei schauen wollten, abzuwehren!   Arbeiten Sie mit Social Media und lassen Sie Ihre Kunden/Reitschüler am Betriebsleben teil haben. 

Selten war Kommunikation wichtiger als in diesen Zeiten. Wir wollen nicht sagen, dass diese Krise auch etwas Gutes hat. Aber vielleicht kann man nach der Krise verstärkt am Markt stehen, da man aktuell gezwungen ist, alles in und um den Betrieb herum auf Effizienz zu hinterfragen.

 

22.03.2020

Soforthilfen des Bundes für Solo-Selbständige und Kleinbetriebe

Mit Spannung wird der heutige Tag abgewartet, an dem sich die Regierung ab 14.00 Uhr zur Beratung trifft. Besprochen werden, ob es Verschärfungen in den Ausgangsbeschränkungen gibt und wie die angekündigten Sofort-Hilfen für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen umgesetzt werden. Spannend hieran ist, dass es dann tatsächlich um Zuschüsse geht, die nicht zurück bezahlt werden müssen.

Letzteres trifft auf nahezu jeden Pferdebetrieb zu. In Bundesländern wie Bayern oder Brandenburg gibt es diese Hilfen schon, wenn auch in unterschiedlicher Ausführung, was Antragsberechtigung und Höhe der Zuschüsse betrifft. Es wird erwartet, dass die vom Bund ausgehende Lösung über die Länder verteilt wird, so dass die bereits bestehenden Programme integriert werden. Ob es dann eine einheitliche Lösung geben wird oder eine bundeslandspezifische ist auch eine der Fragen, die im Raum stehen. 

Wenn man sich die bereits bestehenden Programme ansieht, gibt es z.B. gravierende Unterschiede, wie man damit umgeht, wenn die Ansprüche im nachhinein nicht anerkannt werden. Es wird nicht anders funktionieren, als dass man bei Beantragung selbst Angaben macht, wie und warum man Hilfen benötigt. Dies allerdings an Eides statt. Während einige Bundesländer heute sagen, dass ein im nachhinein zu Unrecht anerkannter Zuschuss dann in ein Darlehen gewandelt wird, das zurückbezahlt werden muss, droht Bayern in diesem Fall bereits im Antrag schon mit Anzeigen zum Subventionsbetrug.

Das wohl heute bekannt gegebene Gesetz soll dann direkt nächste Woche durch den Bundestag und Bundesrat laufen, so dass es schnellstmöglich umgesetzt werden kann. Sobald wir dazu nähere Infos haben, werden wir diese hier veröffentlichen.

Kostenfreie Telefon-Hotline zu Corona-Hilfen des Staates und zu Umgangsregeln im Stall

Die Horse Consult Service möchte Sie in diesen schweren Zeiten nicht alleine lassen. Man findet derzeit überall offene Fragen zu den Corona-Hilfen und den Regeln für die Pferdebetriebe im Alltag.

Wir bieten daher ab nächste Woche eine kostenfreie Telefon-Hotline an, in der wir am Telefon kostenfrei all Ihre Fragen zu diesen Themen beantworten, sofern uns dies möglich ist.

Die Telefon-Hotline wird wie folgt besetzt sein:

 

Montag - Freitag

8.00 - 12.00 Uhr Ulrich Schmelzer 0171 / 217 550 3

Ulrich Schmelzer

14.00 - 18.00 Uhr Marcel Kanz 0170 / 523 917 6

Marcel 2

Hier nocheinmal in Kurzfassung eine Zusammenfassung aller aktuellen Corono-Hilfen:

  • Soforthilfen für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen: Zuschüsse und Kredite. Bislang nur in einzelnen Bundesländern. In Kürze bundesweit geplant.
  • Steuerliche Ausgabensenkungen:  Herabsetzung der Steuervorauszahlungen und Stundung aktuell fälliger Steuerzahlungen
  • KfW-Sonderprogramme: Ausweitung: Vereinfachung und höhere Haftungsfreistellung von Krediten.
  • Vereinfachte Beantragung von Kurzarbeiter-Geld

 

20.03.2020

1) Soforthilfe in Form von Zuschüssen in Bayern

Die Bundesregierung hat angekündigt, für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen bis zu 10 Milliarden an Zuschüssen zu verteilen. Wie genau das aussehen wird, wo man es beantragt usw ist noch völlig offen. Wir werden Sie umgehend darüber informieren, wenn es hier genauere Informationen gibt.

Bayern ist hier schon einen Schritt weiter. Wer in Bayern Freiberufler, Selbständiger oder ein kleines oder mittleres Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern hat, kann schon jetzt bei seiner Bezirksregierung einen Antrag auf Soforthilfe stellen. Er kann dann mit Hilfen zwischen 5000 und 30.000 Euro rechnen.

2) Notpläne und Downloads der FN

Ob bereits in der aktuellen Situation, spätestens aber bei weiteren Ausgangsbeschränkungen oder gar einer bundesweiten Ausgangssperre werden diverse Maßnahmen nötig, um zu deklarieren, dass Sie Ihren Betrieb den dann neuen Vorschriften entsprechend führen oder dass z.B. Personen wie Pferdebesitzer oder Stallpersonal aus dem Haus dürfen. Unter nachfolgendem Link finden Sie Musterpläne, die Ihnen und den Pferdebesitzern die Erstellung von Notfallversorgungs- und Bewegungsplänen erleichtern oder zur Fahrt in den Stall berechtigen: https://www.pferd-aktuell.de/coronavirus

3) Horse Consult Service hilft bei der Hilfe

Da wir von Horse Consult Service am Puls der Zeit des Geschehens sind und versuchen, über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu sein, dürfen Sie unsere Hilfe jederzeit in Anspruch nehmen, wenn Ihr Betrieb von der Corona-Krise betroffen ist. Neben der üblichen Unternehmensberatung können wir Sie unterstützen, wie und wo Sie all die nun auf den Markt kommenden Staatshilfen erhalten können.

19.03.2020

Auch heute wurde wieder einiges von der Regierung auf den Weg gebracht, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern. Hier ein Überblick, was heute bekannt wurde:

1) Soforthilfen für Selbständige und Kleinstunternehmen 

40 Milliarden Euro für Selbstständige und kleine Unternehmen

Die Bundesregierung möchte Solo-Selbstständige und Unternehmen mit maximal 10 Mitarbeitern mit einem üppigen Hilfsfonds unterstützen. 10 Milliarden Euro sollen als direkte Zuschüsse an Betroffene gehen, weitere 30 Milliarden sind für Darlehen vorgesehen.

Wichtig: Wenn die Gelder zur Verfügung stehen, prüfen Sie bitte, ob Sie wirklich bei Ihnen gerechtfertigt sind, denn ob die Empfänger die Hilfen tatsächlich nötig hatten, soll erst im Nachhinein geprüft werden. So soll das Geld schnell und unbürokratisch verteilt werden. Hilfen, die unberechtigterweise ausgezahlt wurden, sollen nach der Prüfung zurückgefordert werden.

Dies dürfte der womöglich interessanteste Punkt für Pferdebetriebe, selbständige Reitlehrer oder andere Selbständige aus der Branche bedeuten. Wie genau die direkten Zuschüsse aussehen sollen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, in welcher Höhe sie gestattet werden und wo sie beantragt werden können, ist derzeit alles offen.

2) Steuervorteile

a) 

Die Finanzämter wollen eingehende Herabsetzungsanträge bzgl. der laufenden Vorauszahlungen für 2020 nach eigener Auskunft zügig und unter Ausnutzung des Ermessenspielraumes möglichst unbürokratisch bearbeiten.

Bitte beachten Sie, dass die nächsten Fälligkeiten der laufenden Vorauszahlungen 2020 zum 10. Juni 2020 für die Einkommensteuer-/Körperschaftsteuer-Vorauszahlung anstehen (bzw. zum 10. Mai 2020 für die Gewerbesteuer-Vorauszahlung) – der notwendige Herabsetzungsantrag sollte spätestens ca. 4 Wochen vor diesen Terminen gestellt werden (sodass hier aktuell noch kein akuter Zeitdruck herrscht).

Ebenso zu beachten ist, dass bei einer hoffentlich einsetzenden späteren wirtschaftlichen Erholung des Unternehmens die Vorauszahlungen erneut überprüft werden sollten, damit es nicht im nächsten Jahr zu massiven Steuernachzahlungen kommt.

b) Stundung aktuell fälliger Steuerzahlungen

Hinsichtlich aktuell anstehender Ertragssteuerzahlungen soll auf Antrag vom zuständigen Finanzamt eine zinslose Stundung gewährt werden können.

Daneben soll von Vollstreckungsmaßnahmen z. Zt. abgesehen werden (https://isb.rlp.de/fileadmin/user_upload/ISB_steuerliche_Massnahmen_wegen_des_Corona-Virus.pdf).

3) Insolvenzrecht

Das Justizministerium will Unternehmen, die durch das Coronavirus in die Krise geraten sind, von den engen Insolvenzantragspflichten befreien.

Die Einschränkungen infolge des Coronavirus bedeuten für viele Unternehmen einen jähen Geschäftseinbruch. Das Problem: Ist ein Unternehmen überschuldet oder zahlungsunfähig, muss die Geschäftsführung umgehend einen Insolvenzantrag stellen – maximal drei Wochen bleiben Zeit. Wer die Frist versäumt, kann juristisch belangt werden. 

Zwar hat die Bundesregierung Hilfen für Unternehmen in Aussicht gestellt, die von den Folgen der Corona-Pandemie besonders betroffen sind. Doch bis diese bewilligt und ausgezahlt sind, wird einige Zeit vergehen. Das Bundesjustizministerium arbeitet daher an einer Regelung, die betroffene Unternehmen von der Insolvenzantragspflicht befreit.

„Wir wollen verhindern, dass Unternehmen nur deshalb Insolvenz anmelden müssen, weil die von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen nicht rechtzeitig bei ihnen ankommen. Die reguläre Drei-Wochen-Frist der Insolvenzordnung ist für diese Fälle zu kurz bemessen“, wird Justizministerin Christine Lambrecht zu dem Vorstoß zitiert. 

Horse-Consult-Service wird sie bei allen Entwicklungen sofort auf den neuesten Stand bringen. Verfolgen Sie unseren LIVE-BLOG oder kontaktieren Sie uns einfach!

18.03.2020

KfW-Erweiterungen

Die Corona-Krise schüttelt die Welt nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich durch. Davon betroffen sind auch Pferdebetriebe. Viele Betriebe stehen jetzt vor der Herausforderung, daß die Kosten weiterlaufen, während Einnahmen wegbrechen. Insbesondere davon betroffen sind Betriebe mit Schulbetrieb, Ferienkindern, aber auch Verkaufsställe und ähnliches.

Schon immer gab es für Betriebe in Not Förderprogramme der KfW-Bank, die keine Zuschüsse, aber Erleichterungen bei der Kreditaufnahme incl. guter Konditionen gewährleistete. Bislang war es Standard, dass man nachweisen musste, mehr als 30% Umsatzverlust im Vergleich zum gleichen Zeitraum der Vorjahre zu haben. So konnte man dann bei seiner Hausbank unter Nachweis eines Betriebskonzeptes und/oder Business- und Liquididätsplans diese Sonderkredite beantragen.

Die Bundesregierung hat nun ein neues großes Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Betriebe bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern.

Die KfW wird dazu das bestehende Kreditprogramm für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern. 

Dieses Maßnahmenpaket umfaßt 2 Stufen:

1) Ausweitung bestehender Programme

Hier handelt es sich um drei Pakete. Zwei für Unternehmen, die schon länger am Markt sind und eines für jüngere Unternehmen bzw. Existenzgründer. Die Pakete umfassen Betriebsmittelkredite und Haftungsfreistellungen. 

Noch gibt es keine verbindlichen Informationen, aber die Ausweitung soll wohl zumindest neben einer massiven Erhöhung des Volumens auch Erleichterungen in der Beantragung sowie bessere Konditionen umfassen.

Der Zeitplan gibt vor, dass die Informationen hierzu am Freitag, den 20. März bekannt gegeben werden und die ersten Maßnahmen ab dem 23. März beantragt werden können.

2) Sonderprogramme

In Konzeption sind angekündigte Sonderprogramme zur Soforthilfe. Informationen oder einen Zeitplan hierzu gibt es noch nicht.

Horse Consult Service wird Sie zu allen aktuellen Entwicklungen zeitnah auf dem Laufenden halten, seien es Infos zur Ausweitung bestehender Programme oder zu den Sonderprogrammen. Verfolgen Sie unseren Blog. Hier werden wir versuchen, alle Informationen für Sie bereit zu stellen.

Gerne unterstützen wir Sie auch direkt bei Fragen zu dem Thema. Auf Wunsch übernehmen wir auch die Erstellung von Business- oder Liquiditätsplänen (wird mit bis zu 50% Förderung unterstützt) oder unterstützen Sie bei der gesamten Kreditbeantragung. Kontaktieren Sie uns!

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